Termine
Führung und moralisches Handeln in Hybrid Societies: Was sind die Erwartungen an Mensch und Maschine?
von Prof. Dr. Anja Strobel
am Donnerstag, den 19. März von 18:00 - 19:30 Uhr via Zoom
In einer modernen Arbeitswelt mit immer komplexer werdenden Entscheidungssituationen trägt moralisches Handeln zu positiven wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Outcomes bei. Dem Vorleben von und Festhalten an moralischen Werten im Unternehmen kommt entsprechend eine tragende Rolle zu. So können Unternehmen von Führungskräften und Mitarbeitenden profitieren, die einen offenen Diskurs über moralisch relevante Sachverhalte fördern und moralisch handeln. Was aber sind die Voraussetzungen für moralisches Handeln? Welches Führungsverhalten fördert ein solches Vorgehen? Und wie entwickeln sich Vorstellungen von Moral und Verantwortung, wenn nicht mehr nur Menschen in Teams interagieren, sondern in hybriden Gesellschaften menschliche und künstliche Akteure zusammenarbeiten?
Der Vortrag widmet sich diesen Fragen und gibt einen Überblick über moralisches Verhalten im Arbeitskontext. Präsentiert werden Befunde zu Voraussetzungen für moralisches Verhalten auf Seiten der Mitarbeitenden sowie zu förderlichen und hinderlichen Einflüssen verschiedener Führungsstile auf moralisches Handeln ebenso wie auf Leistungs- und Wohlbefindensindikatoren im Unternehmen. Abschließend werden Arbeiten vorgestellt, die die Frage beleuchten, inwieweit die Merkmale, die moralisches und verantwortliches Handeln für Menschen definieren, auch für Roboter als sinnvoll und relevant angenommen werden können und inwieweit Menschen überhaupt willens sind, Robotern solche Merkmale zuzuschreiben.
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Referent:innen
Prof. Dr. Anja Stroblel
Anja Strobel ist seit 2014 Professorin für Persönlichkeitspsychologie und Diagnostik an der TU Chemnitz und seit 2023 Prorektorin für Forschung und Universitätsentwicklung der Universität. Schwerpunkte ihrer Forschung stellen die Beschäftigung mit Bedingungen, Konsequenzen und der Erfassung (un-)moralischen Verhaltens von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Organisationen sowie die Entwicklung, Erfassung und praktische Bedeutsamkeit kognitiven Investments dar. Als Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Forum Assessment e.V. sowie als Trainerin im Rahmen der Personenlizenzierung für berufsbezogene Eignungsdiagnostik nach DIN 33430 setzt sie sich intensiv für eine hohe Qualität diagnostischer Prozesse und eine enge Verzahnung von Forschung und Praxis ein.